Zum Inhalt
Insights

Markt Zürich

Saisonkalender Zürich: die Nachfrage Monat für Monat — und warum sie flacher ist, als alle denken

Zwischen dem stärksten und dem schwächsten Monat liegen in Zürich 18 Punkte Auslastung. In einer Ferienregion sind es leicht 50.

Stand: 10. August 2026 · 6 Min. Lesezeit

Von Victoria Pfeifer

Gründerin und CEO von alphakey. Seit über fünf Jahren in der Kurzzeitvermietung in Zürich.

Inhalt

Kurz gefasst

  • Der stärkste Monat ist der Juli mit 56.0 Prozent Auslastung, der schwächste der Januar mit 37.8 — dazwischen 18.2 Punkte.
  • In einer Ferienregion sind es leicht 50 Punkte. Die Zürcher Kurve ist flacher, als alle denken.
  • Der Mai fällt mit 49.9 Prozent aus dem Muster und ist der drittstärkste Monat — das ist der Messeanteil.
  • Ein neues Inserat folgt der Kurve nicht: Es liegt im ersten Jahr bei rund 82 Prozent des späteren Niveaus, unabhängig vom Monat.

Die zwölf Monate

Der stärkste Monat in Zürich ist der Juli mit 56.0 Prozent Auslastung, der schwächste der Januar mit 37.8. Dazwischen liegen 18.2 Punkte. Das ist weniger als die Hälfte dessen, was eine Ferienregion aufweist — und der Grund, warum Kurzzeitvermietung in Zürich überhaupt ganzjährig funktioniert.

Bemerkenswert ist die Form der Kurve: Sie folgt einer Freizeitdestination mit starkem Sommer, nicht einer Geschäftsreisestadt. Der Mai fällt aus diesem Muster heraus und ist mit 49.9 Prozent der drittstärkste Monat — das ist der Messeanteil.

Auslastung je Monat in Zürich, mit dem Faktor auf den Jahreswert
MonatFaktorAuslastung
Januar0.8737.8 %
Februar0.9039.1 %
März0.9742.1 %
April1.0344.7 %
Mai1.1549.9 %
Juni1.0846.9 %
Juli1.2956.0 %
August1.2052.1 %
September1.0646.0 %
Oktober1.0043.4 %
November0.9039.1 %
Dezember0.9541.2 %
Auslastungswerte aus dem AirROI-Bericht für Zürich, Juli 2025 bis Juni 2026, mit einem Jahreswert von 43.4 Prozent. Der Faktor ist das Verhältnis zum Jahreswert und beschreibt die Form der Kurve, nicht ihre Höhe: Für ein gepflegtes, durchgehend verfügbares Objekt rechnen wir mit 64 Prozent im Jahr. Ein Hinweis zur Genauigkeit: Die zwölf Faktoren mitteln sich auf 1.03 und nicht auf 1.00 — wer sie auf einen Jahreswert anwendet, liegt im Schnitt rund drei Prozent zu hoch.

Was die Kurve für den Preis heisst

Ein fester Nachtpreis über das Jahr lässt Geld liegen, und zwar an beiden Enden. Im Juli ist er zu tief für die Nachfrage; im Januar zu hoch, um die Nächte zu füllen, die sonst leer bleiben.

Wichtiger als die Monatskurve sind aber die einzelnen Wochen. Eine grosse Messe hebt die Nachfrage in wenigen Tagen weit über jeden Monatswert — und diese Tage sind Monate im Voraus bekannt. Wer den Kalender nicht dagegenhält, verkauft die teuersten Nächte des Jahres zum Durchschnittspreis.

Umgekehrt gilt für die schwachen Monate: Januar und Februar füllt man nicht über den Preis allein, sondern über die Aufenthaltsdauer. Ein Mindestaufenthalt von einer Nacht statt zwei und ein Wochenrabatt bringen dort mehr als zehn Franken weniger je Nacht.

Ihre Zahlen statt unserer Beispiele

Der Rechner nimmt Zimmerzahl, Quartier und Ausstattung und zeigt Ihnen eine Spanne — mit dem Rechenweg daneben, nicht als eine Zahl, die Sie glauben müssen.

Ertrag einschätzen

Was die Kurve nicht sagt

Sie beschreibt den Markt, nicht Ihr Objekt. Drei Abweichungen sind häufig und keine davon steht in der Tabelle.

  • Ein neues Inserat folgt der Kurve nicht — es liegt im ersten Jahr nach unserer Annahme bei rund 82 Prozent des späteren Niveaus, unabhängig vom Monat. Wer im Juli startet, sieht deshalb nicht 56 Prozent.
  • Objekte für Geschäftsreisende haben eine flachere Kurve als der Markt und dafür ein Wochenmuster: Montag bis Donnerstag voll, Wochenende leer. Der Monatswert verdeckt das.
  • Am Zürichsee und im Umland ist die Kurve steiler als in der Stadt, weil der Geschäftsreiseanteil fehlt, der die schwachen Monate trägt.

Häufige Fragen

Juli und August, mit 56.0 und 52.1 Prozent Auslastung. Der Mai ist mit 49.9 Prozent der drittstärkste Monat und fällt aus dem Ferienmuster heraus — das ist der Messeanteil. Schwächste Monate sind Januar mit 37.8 Prozent sowie Februar und November mit je 39.1.

Um 18.2 Punkte zwischen Juli mit 56.0 und Januar mit 37.8 Prozent. Das ist für einen Kurzzeitmarkt bemerkenswert flach: In einer reinen Ferienregion liegen leicht 50 Punkte dazwischen. Der Grund ist der Geschäftsreiseanteil von rund 30 Prozent, der die schwachen Monate trägt.

Im Frühjahr. Dann liegen der starke Mai und der Juli vor Ihnen, während das Inserat Bewertungen sammelt und aus dem Anlauf herauswächst. Ein Start im November bedeutet, die schwächsten Monate mit dem schwächsten Inserat zu bestreiten. Steht die Wohnung allerdings schon leer, kostet Warten mehr, als der bessere Startzeitpunkt einbringt.

Ja, aber mit anderen Einstellungen. 37.8 Prozent Auslastung sind gut ein Drittel der Nächte — das trägt die laufenden Kosten und mehr. Was dort wirkt, ist nicht der Preis allein, sondern die Aufenthaltsdauer: ein Mindestaufenthalt von einer Nacht statt zwei und ein Wochenrabatt füllen mehr Nächte als zehn Franken Nachlass.

Sie beschreiben den Markt, nicht Ihre Wohnung. Drei häufige Abweichungen: Ein neues Inserat liegt im ersten Jahr bei rund 82 Prozent des Marktniveaus, unabhängig vom Monat. Objekte für Geschäftsreisende haben eine flachere Jahreskurve, dafür ein Wochenmuster. Und am Zürichsee sowie im Umland ist die Kurve steiler, weil der Geschäftsreiseanteil fehlt.

Quellen

Stand der Recherche: 10. August 2026. Amtliche Regelungen ändern sich — prüfen Sie den aktuellen Stand bei der zuständigen Stelle.

Beitrag teilen

Was heisst das für Ihre Wohnung?

Nennen Sie uns Lage und Grösse — wir ordnen die Zahlen für Ihren Fall ein, schriftlich und kostenlos.

Zu Ihrem Objekt

Freiwillig. Mit diesen vier Angaben können wir statt einer Rückfrage gleich eine Zahl nennen.

Lieber telefonieren? +41 76 539 56 98

Ihre Angaben verwenden wir nur für die Antwort. Keine Weitergabe, kein Newsletter.