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Dynamic Pricing: warum ein fester Nachtpreis in Zürich messbar Auslastung kostet

Zwischen Juli und Januar bewegt sich die Zürcher Nachfrage um achtzehn Prozentpunkte. Ein Preis, der das nicht mitmacht, ist die Hälfte des Jahres falsch.

Was ist Dynamic Pricing?

Dynamic Pricing ist die laufende Anpassung des Nachtpreises an Nachfrage, Saison, Wochentag und Veranstaltungen — täglich statt einmal im Jahr. In Zürich schwankt die Auslastung zwischen rund 56 Prozent im Juli und 38 im Januar; ein fester Preis lässt in der starken Saison Ertrag liegen und kostet in der schwachen Buchungen.

Woran der Preis hängt

Vier Grössen, und sie wirken unterschiedlich schnell. Zwei davon lassen sich Monate im Voraus planen, zwei nicht.

  • Saison — in Zürich der Unterschied zwischen 56 Prozent Auslastung im Juli und 38 im Januar; planbar
  • Wochentag — Geschäftsreisende buchen unter der Woche, Städtereisende am Wochenende; planbar und je Quartier verschieden
  • Veranstaltungen — Messen, Kongresse, Sportanlässe; planbar, sobald der Kalender steht, und die grösste Einzelchance im Jahr
  • Kurzfristige Nachfrage — der Rest, der sich erst in den letzten zwei Wochen zeigt und den Restplatz füllt

Was Dynamic Pricing nicht ist

Es ist kein Werkzeug. Die üblichen Anbieter — PriceLabs, Wheelhouse, Beyond — automatisieren die Anpassung, aber sie ersetzen weder die Kenntnis des lokalen Kalenders noch die Entscheidung über die Untergrenze.

Und es ist nicht dasselbe wie Rabattieren. Der häufigste Fehler ist eine Automatik, die in der schwachen Saison so weit senkt, dass der Nachtpreis die Reinigungskosten nicht mehr trägt. Eine Untergrenze gehört gesetzt, und sie liegt dort, wo eine zusätzliche Buchung mehr einbringt, als der Wechsel kostet.

Der Zürcher Sonderfall ist der Veranstaltungskalender. Eine Messewoche verschiebt die Zahlungsbereitschaft in einem Ausmass, das keine allgemeine Automatik kennt — sie kennt die Saison, nicht den Anlass.

Häufige Fragen

Lohnt sich Dynamic Pricing für eine einzelne Wohnung?
Ja, und zwar mehr als bei mehreren. Bei einem Objekt schlägt jede nicht belegte Nacht voll durch, und die Zürcher Nachfrage schwankt zwischen 56 Prozent im Juli und 38 im Januar. Ein fester Preis lässt im Sommer Ertrag liegen und kostet im Winter Buchungen — beides bei derselben Wohnung.
Brauche ich dafür ein kostenpflichtiges Werkzeug?
Nicht zwingend. Die drei planbaren Grössen — Saison, Wochentag, Veranstaltungskalender — lassen sich von Hand im Kalender hinterlegen und decken den grössten Teil des Effekts ab. Ein Werkzeug lohnt sich, wenn mehrere Objekte zu pflegen sind oder wenn die kurzfristige Nachfrage systematisch genutzt werden soll.
Wie tief darf der Preis in der Nebensaison sinken?
Bis dorthin, wo eine zusätzliche Buchung mehr einbringt, als der Wechsel kostet. Reinigung fällt je Aufenthalt an, nicht je Nacht — deshalb ist die Untergrenze bei kurzen Aufenthalten höher als bei langen. Eine Automatik ohne gesetzte Untergrenze unterschreitet diese Schwelle im Januar zuverlässig.

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