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Fachbeiträge

Markt Zürich

Januar und Februar in Zürich: Was man mit dem schwächsten Quartal macht

Der Januar liegt bei 37,8 Prozent Auslastung, der Juli bei 56,2. Was in diesen Monaten trägt — und was man sich sparen kann.

Stand: 31. Juli 2026 · 7 Min. Lesezeit

Wie tief es tatsächlich geht

Nach den Daten von AirROI für Juli 2025 bis Juni 2026 ist der Januar mit 37,8 Prozent Auslastung der schwächste Monat in Zürich, gefolgt von Februar und November. Der Juli liegt bei 56,2 Prozent. Der Abstand zwischen dem stärksten und dem schwächsten Monat beträgt damit rund 18 Prozentpunkte.

Was diese Zahl relativiert: Es ist ein Durchschnitt über alle Inserate. Ein gut geführtes Objekt liegt darüber, ein schlecht geführtes darunter — und im Januar wirkt dieser Unterschied stärker als im Juli, weil weniger Nachfrage auf mehr Angebot trifft. Wer im Sommer knapp über dem Durchschnitt liegt, kann im Januar deutlich darunter landen.

Wichtig für die Jahresrechnung: Diese Monate gehören dazu. Wer mit dem Julimonat rechnet und im Januar erschrickt, hat nicht ein Problem mit der Wohnung, sondern mit der Rechnung.

Welche Gäste im Winter kommen

Nicht die Städtetouristen. Was bleibt, sind drei Gruppen, die man ansprechen kann.

Geschäftsreisende: Der Anteil des Geschäftstourismus in Zürich liegt bei rund 30 Prozent, und er verteilt sich gleichmässiger über das Jahr als der Freizeitverkehr. Januar und Februar sind Monate, in denen gearbeitet wird.

Längere Aufenthalte: Expats zwischen Wohnungen, Projekteinsätze, Menschen im Umzug. Für sie ist der Januar kein schlechter Monat, sondern einer wie jeder andere — und sie buchen für Wochen.

Und der Skiverkehr, aber nur mittelbar: Zürich ist Umsteigepunkt. Eine Nacht vor dem Weiterflug oder nach der Ankunft, häufig kurzfristig gebucht. Das trägt einzelne Nächte, nicht die Auslastung.

Was in diesen Monaten wirkt

Drei Dinge, nach Wirkung geordnet.

Die Mindestaufenthaltsdauer senken. Im Juli filtert ein Minimum von drei Nächten die Wochenendfeiern heraus, ohne Buchungen zu kosten — im Januar kostet es welche. Zwei Nächte oder eine im Januar bringen Buchungen, die sonst nicht kommen. Der Preis dafür sind mehr Reinigungswechsel; gerechnet lohnt es sich, solange der Nachtpreis über den Wechselkosten bleibt.

Den Preis senken, aber gezielt. Ein Preis, der drei Wochen vor dem Datum keine Buchung erzeugt hat, ist für dieses Datum zu hoch — das gilt im Januar wie im Juli, nur trifft es im Januar mehr Tage. Wochen- und Monatsrabatte wirken hier stärker als eine allgemeine Senkung, weil sie die Gäste ansprechen, die tatsächlich kommen.

Und das Inserat auf diese Gäste ausrichten: Arbeitsplatz, WLAN-Bandbreite, Waschmaschine, Verkehrsanbindung. Wer im Januar sucht, sucht anders als im Juli.

  • Mindestaufenthalt senken — die stärkste Einzelmassnahme
  • Wochen- und Monatsrabatte statt allgemeiner Preissenkung
  • Inserat auf Arbeitsplatz und Anbindung ausrichten
  • Eigennutzung in diese Monate legen, wenn Sie sie brauchen

Was sich nicht lohnt

Der Preis bis zur Schmerzgrenze. Eine Nacht zu CHF 90 bei CHF 95 Reinigungskosten je Wechsel bringt nichts ein — sie kostet. Unter den Wechselkosten aufhören ist keine Bescheidenheit, sondern Rechnen.

Die Wohnung schliessen. Ein Inserat ohne Verfügbarkeit verliert an Platzierung, und die kommt im März nicht von selbst zurück. Wer Januar und Februar aus dem Kalender nimmt, startet die Saison von einer schlechteren Position.

Und Aktionen, die Gäste anziehen, die man nicht will: Ein Rabatt auf Einzelnächte am Wochenende im Januar bringt genau die Buchungen, die bei Nachbarn zu Beschwerden führen.

Häufige Fragen

Eher nicht. Ein Inserat ohne Verfügbarkeit verliert an Platzierung, und die kommt im Frühjahr nicht von selbst zurück. Wenn Sie die Wohnung selbst brauchen, sind Januar und Februar allerdings die günstigsten Monate dafür.

Bis zur Grenze der Wechselkosten. Bei CHF 95 Reinigung je Wechsel bringt eine Nacht zu CHF 90 nichts ein, sie kostet. Rechnen Sie mit dem Betrag je Aufenthalt, nicht je Nacht.

Nein. 37,8 Prozent im Januar gegen 56,2 im Juli ist das Muster des Zürcher Marktes, nicht ein Problem Ihrer Wohnung. Rechnen Sie über zwölf Monate.

Quellen

Stand der Recherche: 31. Juli 2026. Amtliche Regelungen ändern sich — prüfen Sie den aktuellen Stand bei der zuständigen Stelle.