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Wie läuft die Zusammenarbeit mit einer Airbnb-Verwaltung ab?

Diese Fragen kommen in Erstgesprächen am häufigsten — und sie lassen sich ohne Vorbehalt beantworten, weil sie nicht an einer Rechtslage hängen, sondern an dem, was wir zusagen. Wo eine Angabe von Umständen abhängt, steht es dabei.

13 FragenStand: 30. Juli 2026nächste Prüfung bis 31. Juli 2027

Wie schnell kann ich starten?

Ist die Wohnung möbliert und bezugsbereit, richten wir Inserat, Fotos und Plattformprofile in der Regel innerhalb von zwei Wochen ein. Der Ablauf im Einzelnen: Erstgespräch und Objektbesichtigung, Prüfung der zonenrechtlichen Lage und des Reglements, Registrierung als Beherbergende auf hotelkontrolle.zh.ch für die Gästemeldung, Fotografie, Erstellung der Inserate auf den Plattformen, Einrichtung der Preisgestaltung und des Kalenders, Übergabe der Zugänge. Drei Dinge verlängern den Zeitplan regelmässig. Fehlende Möblierung: Dann richtet sich der Start nach der Beschaffung, wobei Betten und Textilien die längsten Lieferzeiten haben. Eine unklare zonenrechtliche Lage, wenn eine Auskunft der Gemeinde eingeholt werden muss — dafür sollten Sie zwei bis vier Wochen einplanen. Und eine fehlende Zustimmung der Vermieterschaft bei Mietobjekten: Sie sollte schriftlich vorliegen, bevor das erste Inserat online geht, nicht danach. Wir planen den Ablauf mit Ihnen, damit die Wohnung nicht unnötig leer steht.

Was brauchen Sie von mir zum Start?

Fünf Dinge, und keines davon ist aufwendig. Erstens Zugang zur Wohnung für Besichtigung und Fotografie. Zweitens die Angaben zum Objekt: Grundriss oder Quadratmeter, Zimmerzahl, Ausstattung, Parkplatz, Etage und ob ein Lift vorhanden ist. Drittens die Rechtsgrundlage: bei Eigentum das Reglement der Stockwerkeigentümergemeinschaft samt den Protokollen der letzten zwei Versammlungen — dort steht eine geplante Reglementsänderung früher als im Reglement selbst; bei Miete den Mietvertrag mit einer allfälligen Zustimmung zur Untervermietung nach Artikel 262 OR. Viertens ein bestehendes Airbnb-Konto, falls vorhanden: Wir arbeiten darauf weiter, statt ein neues aufzubauen, weil angesammelte Bewertungen sich am Konto ansammeln und nicht am Objekt — ein Konto mit fünfzig guten Bewertungen erzielt höhere Preise als ein neues. Fünftens die Bankverbindung für die Abrechnung. Was Sie nicht brauchen: einen fertigen Plan, Fotos, Texte oder eine Preisvorstellung. Das ist unsere Arbeit, und dafür zahlen Sie die Provision.

Wem gehört das Airbnb-Konto?

Ihnen. Wir arbeiten als Mitverwalter auf Ihrem Konto, statt ein eigenes aufzubauen — und das ist keine Nebensache, sondern der wichtigste Punkt für Ihre Unabhängigkeit. Bewertungen sammeln sich am Konto an, nicht am Objekt: Ein Konto mit fünfzig guten Bewertungen erzielt höhere Preise und bessere Platzierung als ein neues. Wenn eine Zusammenarbeit endet und das Konto beim Verwalter lag, beginnen Sie beim nächsten Anbieter oder in Eigenverwaltung wieder bei null. Das ist eine Form von Bindung, die im Vertrag nicht steht und deshalb leicht übersehen wird. Fragen Sie jeden Anbieter, den Sie prüfen, wem das Konto gehört und was beim Ende der Zusammenarbeit damit passiert. Die Antwort sagt mehr über die Geschäftsbeziehung als der Provisionssatz.

Kann ich die Wohnung selbst nutzen?

Jederzeit — es ist Ihre Wohnung. Sie sperren die Daten, die Sie selbst brauchen, und wir nehmen sie aus der Verfügbarkeit. Sinnvoll ist eine gewisse Vorlaufzeit: Buchungen kommen teils Monate im Voraus, und eine bereits bestätigte Buchung lässt sich nicht ohne Weiteres zurücknehmen — Stornierungen durch den Gastgeber wirken sich auf die Platzierung auf den Plattformen aus. Praktisch heisst das: Ferien, die Sie planen, sollten Sie sperren, sobald Sie sie kennen, nicht erst zwei Wochen vorher. Für regelmässige Eigennutzung — etwa jedes zweite Wochenende — richten wir die Verfügbarkeit von Anfang an entsprechend ein. Das kostet Auslastung, ist aber genau die Freiheit, für die viele Eigentümer sich gegen eine Dauermiete entscheiden.

Wie kündige ich, wenn ich unzufrieden bin?

Monatlich, ohne Begründung, schriftlich per E-Mail. Keine Mindestlaufzeit, keine Kündigungsfrist über einen Monat hinaus, keine Abgangsgebühr. Was beim Ende geregelt ist: Bestätigte Buchungen werden abgewickelt — es wäre gegenüber den Gästen nicht in Ordnung, sie kurzfristig zu stornieren, und eine Stornierung durch den Gastgeber beschädigt die Platzierung Ihres Kontos auf den Plattformen, teils über Monate. Zugänge, Inserate, Fotos und das Konto bleiben bei Ihnen; wir treten als Mitverwalter ab, ohne Daten mitzunehmen. Schlüssel und Zugangscodes übergeben wir zurück, den Code des elektronischen Schlosses setzen wir zurück. Die letzte Abrechnung folgt im Monat nach der letzten Abreise. Warum wir es so halten: Eine Bindung, die Sie im Nachhinein bereuen, erzeugt eine Zusammenarbeit, in der wir uns nicht mehr anstrengen müssen. Wer bleiben soll, muss überzeugen. Praktisch gesehen ist die monatliche Kündbarkeit für uns der stärkere Anreiz als jede Vertragsklausel, die uns absichert.

Wer ist mein Ansprechpartner?

Eine feste Person, nicht ein Kundendienstzentrum. Wir sind ein kleines Team, und das hat zwei Seiten. Der Vorteil: Sie erklären Ihr Objekt einmal, nicht bei jeder Anfrage neu, und Entscheidungen brauchen keine Freigabe durch drei Ebenen. Der Nachteil, den wir offen nennen: Wir sind nicht rund um die Uhr in mehreren Sprachen erreichbar, und bei Ferien oder Krankheit gibt es keine zehnköpfige Vertretung. Für Ihre Anfragen gilt: Antwort innerhalb eines Arbeitstags. Für Gästeanfragen gilt etwas anderes — die beantworten wir rund um die Uhr, weil eine unbeantwortete Anfrage um 23 Uhr eine verlorene Buchung ist. Wer eine grosse Organisation im Rücken braucht, ist bei einem der grossen Anbieter besser bedient und zahlt dafür 20 bis 30 Prozent.

Was passiert bei einem Notfall in der Wohnung?

Wir organisieren die Behebung und informieren Sie — in dieser Reihenfolge, nicht umgekehrt. Bei einem Wasserschaden am Sonntagabend hilft eine Rückfrage nicht weiter; da zählt, dass jemand einen Handwerker erreicht und den Schaden begrenzt. Für Beträge unterhalb einer mit Ihnen vereinbarten Grenze handeln wir und rechnen ab; darüber holen wir Ihre Zustimmung ein, sofern der Schaden das zeitlich zulässt. Diese Grenze legen wir beim Start gemeinsam fest — üblich ist ein Betrag, bei dem Sie nicht wegen jeder Dichtung angerufen werden, aber über jede Sanierung entscheiden. Was wir dokumentieren: Zustand vor und nach dem Ereignis mit Fotos, Zeitpunkt, getroffene Massnahmen, Kosten mit Belegen. Diese Unterlagen brauchen Sie für Versicherung, Gewährleistung oder eine Forderung gegen einen Gast — ohne sie ist ein Anspruch schwer zu belegen. Was wir nicht sind: ein Bauunternehmen. Bei grösseren Schäden koordinieren wir Handwerker und Termine, entscheiden aber nicht über Sanierungen. Das bleibt bei Ihnen, auch wenn es länger dauert.

Wie wählen Sie die Gäste aus?

Über Vorgaben im Inserat und die Prüfung jeder Anfrage. Die Plattformen liefern dafür Anhaltspunkte: verifizierte Identität, frühere Bewertungen, Vollständigkeit des Profils. Wir schauen zusätzlich auf den Zweck des Aufenthalts und auf die Zahl der Gäste im Verhältnis zur Wohnungsgrösse. Was wir ablehnen: Anfragen ohne erkennbaren Zweck, Buchungen für deutlich mehr Personen als die Wohnung vorsieht, und Aufenthalte, die nach einer Feier klingen — bei Objekten mit strenger Hausordnung ist das der häufigste Grund für Ärger mit der Nachbarschaft. Vollständig steuern lässt sich das nicht: Buchungsplattformen begrenzen, wie stark ein Gastgeber auswählen darf, und wer zu viele Anfragen ablehnt, verliert an Platzierung. Wir wägen das ab, statt eine Sicherheit zu behaupten, die es nicht gibt.

Kann ich Vorgaben machen, wen ich nicht will?

Sachliche Vorgaben ja, persönliche Merkmale nein. Zulässig und üblich sind Regeln zum Aufenthalt: keine Feiern, keine Haustiere, Nichtrauchen, eine Höchstzahl an Gästen, Ruhezeiten, eine Mindestaufenthaltsdauer. Solche Vorgaben lassen sich im Inserat verankern und sind für Gäste vor der Buchung erkennbar — das ist die Voraussetzung dafür, dass ein Verstoss überhaupt geltend gemacht werden kann. Nicht zulässig sind Ausschlüsse nach Herkunft, Nationalität, Religion, Geschlecht, Alter oder Familienstand: Das verstösst gegen die Nutzungsbedingungen der Plattformen und, je nach Fall, gegen Diskriminierungsrecht. Ein Konto, das wiederholt so ablehnt, riskiert die Sperrung. Was praktisch wirkt und dabei zulässig bleibt, ist die Mindestaufenthaltsdauer. Sie filtert wirkungsvoller als jede Verbotsliste, weil Gäste, die eine Woche bleiben, andere Absichten haben als solche, die eine einzelne Nacht suchen — und sie senkt gleichzeitig die Reinigungskosten, weil weniger Wechsel anfallen. Von allen Stellhebeln ist sie derjenige mit der besten Wirkung je Aufwand.

Betreuen Sie auch mehrere Objekte für mich?

Ja, und mit mehreren Objekten wird die Rechnung für Sie meist besser. Der Grund liegt in den Fixkosten, die Sie selbst tragen: Wer zwei Wohnungen im selben Haus oder Quartier hat, teilt Wäschelogistik, Reinigungsfahrten und Materiallager. Für uns sinkt der Aufwand je Objekt ebenfalls, was sich im Satz abbilden lässt — bei mehreren Objekten sprechen wir über die Provision. Was Sie beachten sollten: Ab einem Jahresumsatz von 100 000 Franken über alle Objekte entsteht Mehrwertsteuerpflicht, und die Grenze von 40 000 Franken für den «eigenen Betrieb» ist noch früher erreicht. Bei zwei oder drei Wohnungen in Zürich ist das keine ferne Möglichkeit, sondern ein Punkt für die Planung. Wir sagen Ihnen, wann Sie darauf zusteuern.

Was, wenn ich die Wohnung verkaufen will?

Kein Problem, und die laufende Vermietung kann sogar helfen. Sie kündigen monatlich; bestätigte Buchungen werden abgewickelt, danach ist die Wohnung frei. Was in einem Verkaufsprozess nützlich ist: eine Aufstellung der Erträge über die letzten Monate. Für einen Käufer, der die Nutzung fortsetzen will, ist das eine belastbare Grundlage — deutlich mehr als eine Schätzung. Wir stellen sie zusammen, wenn Sie es wünschen. Was Sie bedenken sollten: Für Besichtigungen brauchen Sie Zugang, und der lässt sich mit laufenden Buchungen schlecht vereinbaren. Sinnvoll ist deshalb, die Verfügbarkeit einige Wochen vor dem Verkaufsstart auszudünnen. Und die Grundstückgewinnsteuer im Kanton Zürich ist nach Besitzdauer gestaffelt — ein früher Verkauf kostet mehr.

Arbeiten Sie mit mehreren Plattformen?

Ja, und das ist mehr als eine Frage der Reichweite. Airbnb, Booking.com und weitere Kanäle sprechen unterschiedliche Gäste an: Booking.com bringt eher Geschäftsreisende und ältere Gäste, Airbnb eher Städtereisende und längere Aufenthalte. Wer nur auf einem Kanal ist, verzichtet auf einen Teil der Nachfrage. Zwei Punkte, die dazugehören. Erstens die Provisionen unterscheiden sich: Airbnb behält rund 15 Prozent ein, Booking.com etwa 20 — das gehört in die Preisgestaltung, weil dieselbe Nacht auf zwei Kanälen unterschiedlich viel abwirft. Zweitens die Kalendersynchronisierung: Eine Doppelbuchung ist der teuerste Fehler in diesem Geschäft, weil eine Stornierung durch den Gastgeber die Platzierung beschädigt. Das ist der eigentliche Grund, warum Mehrkanalvertrieb Arbeit ist und nicht bloss ein Häkchen.

Prüfung bis 31. Juli 2027RENTAL12: Provisionen von Airbnb und Booking.com im Vergleich

Wie oft erhalte ich eine Abrechnung?

Monatlich, mit jedem Posten einzeln. Die Aufstellung enthält alle Buchungen des Monats mit Datum und Nächten, die Plattformgebühren je Buchung, die Reinigungskosten je Wechsel, das Verbrauchsmaterial, allfällige Reparaturen und unsere Provision. Nicht ein Saldo, sondern die Rechnung, die Sie nachvollziehen und gegen Ihre eigene Kalkulation halten können. Zusätzlich sind Buchungen und Erträge laufend einsehbar, nicht erst zum Monatsende. Der Grund dafür ist nicht Transparenz als Wert an sich, sondern etwas Praktisches: Wer erst im Januar erfährt, wie der Sommer lief, kann nichts mehr korrigieren. Wer im Juli sieht, dass die Auslastung hinter dem Vorjahr liegt, kann über die Preisgestaltung reagieren, solange die Hochsaison noch läuft. Für die Steuererklärung liefern wir zum Jahresende eine Zusammenfassung mit Einnahmen, abzugsfähigen Kosten und — für den Eigenmietwert wichtig — der Zahl der vermieteten Tage. Ohne diesen Nachweis setzt die Steuerverwaltung den vollen Eigenmietwert an.

Ihre Frage ist nicht dabei?

Schreiben Sie uns — wir antworten innerhalb eines Arbeitstags. Was für Ihre Adresse gilt, klären wir im Erstgespräch: kostenlos und unverbindlich.

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