Warum diese Entscheidung so viel Gewicht hat
Sauberkeit ist die häufigste Ursache für schlechte Bewertungen — und Bewertungen entscheiden über Preise und Platzierung. Damit ist die Reinigung nicht ein Kostenposten unter vielen, sondern der Punkt, an dem die Wirtschaftlichkeit eines Objekts hängt.
Dazu kommt die Grössenordnung: CHF 80 bis 130 pro Reinigung bei einem Studio, CHF 160 bis 250 bei drei Zimmern, Stundensätze von CHF 70 bis 90. Bei zwölf Wechseln im Monat ist die Reinigung der grösste laufende Posten — grösser als jede Verwaltungsprovision.
Wer hier auf den Stundensatz optimiert, optimiert an der falschen Stelle. Was zählt, ist die Verlässlichkeit: Ein nicht gereinigtes Objekt bei einer Ankunft kostet mehr als die Ersparnis eines Jahres.
Eigene Reinigungskraft: Vorteile und der eine grosse Nachteil
Was dafür spricht, nennen Fachquellen deutlich: niedrigere Kosten, weil die Betriebskosten fehlen. Mehr Flexibilität bei unregelmässigen Zeiten oder kurzfristigen Anfragen. Und die direkte Absprache — eine Person, die die Wohnung kennt, arbeitet anders als ein wechselndes Team.
Der Nachteil ist einer, aber er wiegt schwer: Wird die Person krank, nimmt Ferien oder fällt aus, steht der Betrieb. Bei einer Ankunft in vier Stunden gibt es keine Vertretung. Dazu kommt die Versicherungsfrage — Einzelpersonen haben oft keinen umfassenden Schutz, und bei einem Schaden während der Reinigung stellt sich die Haftungsfrage.
Und ein Punkt, der in Schweizer Verhältnissen zählt: Wer eine Person regelmässig beschäftigt, hat sich mit Sozialabgaben, Versicherung und Anmeldung zu befassen. Das ist keine Formalie — Schwarzarbeit ist strafbar, und bei einem Unfall in der Wohnung wird die Frage gestellt.
Reinigungsunternehmen: ab wann es sich lohnt
Fachquellen nennen eine Schwelle: Ab regelmässiger Vermietung — mehr als zwei bis drei Buchungen im Monat — lohnt sich ein professionelles Unternehmen. Bei gelegentlicher Vermietung kann Selbstreinigung sinnvoll sein.
Was dafür spricht: Festpreisgarantien ohne unerwartete Kosten, weil Aufwand und Versicherung im Preis enthalten sind. Erreichbarkeit auch am Wochenende, teils mit Notfalldienst. Und — der entscheidende Punkt — Vertretung bei Ausfall. Ein Unternehmen mit acht Mitarbeitenden hat ein Problem, wenn eine Person krank wird; eine Einzelperson hat keines.
Was dagegen spricht: der höhere Preis, weniger Flexibilität bei Sonderwünschen, und wechselnde Personen, die die Eigenheiten der Wohnung nicht kennen. Der letzte Punkt lässt sich mit einer Checkliste je Objekt abfedern — was wo liegt, was nachzufüllen ist, worauf zu achten ist.
Woran Sie eine gute Reinigung erkennen
Die Merkmale, die sich in der Praxis als aussagekräftig erwiesen haben — unabhängig davon, ob Einzelperson oder Unternehmen:
- Erfahrung mit Kurzzeitvermietung, nicht nur mit Wohnungsreinigung — der Unterschied liegt im Zeitfenster zwischen Abreise und Ankunft
- Bereitschaft zur Zustandskontrolle mit Fotos: Sie ist die Grundlage jeder späteren Schadensforderung
- Verlässliche Erreichbarkeit am Wochenende, weil die meisten Wechsel dann anfallen
- Eine benannte Vertretungsregelung bei Ausfall — nicht «wir finden schon jemanden»
- Versicherungsschutz, schriftlich belegt
- Bereitschaft, Wäsche und Verbrauchsmaterial mitzuführen und den Bestand zu melden
- Abrechnung je Wechsel, nachvollziehbar — nicht eine Monatspauschale ohne Nachweis
Der unterschätzte Teil: Wäsche
Die Reinigung wird geplant, die Wäsche vergessen. Dabei ist sie der Posten, der den Zeitplan sprengt: Zwischen Abreise um 11 Uhr und Ankunft um 15 Uhr lässt sich eine Wohnung reinigen — aber keine Bettwäsche waschen und trocknen.
Daraus folgt eine Anschaffung, die keine Verschwendung ist: Textilien in doppelter, besser dreifacher Ausführung. Ein Satz auf dem Bett, ein Satz bereit, ein Satz in der Wäsche. Wer daran spart, zahlt bei jedem Wechsel mit Zeitdruck — und Zeitdruck ist die Ursache für die Nachlässigkeit, die in der Bewertung landet.
Die zweite Entscheidung: eigene Waschmaschine im Objekt oder externe Wäscherei. Eine Maschine im Objekt spart Logistik, belegt aber Zeit im Reinigungsfenster. Eine externe Wäscherei braucht Vorlauf und einen Ort für die Zwischenlagerung. Bei mehreren Objekten in einem Quartier lohnt sich die externe Lösung deutlich früher.
Häufige Fragen
Fachquellen nennen zwei bis drei Buchungen im Monat als Schwelle. Darunter kann Selbstreinigung sinnvoll sein, darüber wird die Ausfallsicherheit zum entscheidenden Faktor — nicht der Stundensatz.
Teilweise. Eine Endreinigungsgebühr ist üblich, deckt aber selten die vollen Kosten, und ein zu hoher Betrag verschlechtert die Buchungsrate. Bemerkenswert: 45 Prozent der weltweit aktiven Angebote verlangen keine Reinigungsgebühr, und Airbnb selbst empfiehlt, sie niedrig zu halten oder weglassen.
Zu den tatsächlichen Kosten, ohne Aufschlag — Sie sehen jeden Wechsel einzeln abgerechnet. Der Betrag hängt von Grösse und Zustand ab; die Marktbandbreite liegt bei CHF 80 bis 250.
Und für Ihr Objekt?
Quellen
Stand der Recherche: 27. Juli 2026. Amtliche Regelungen ändern sich — prüfen Sie den aktuellen Stand bei der zuständigen Stelle.


